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Vita


Vicky Leandros - Die Legende des Showgeschäfts.


VICKY LEANDROS hat mit ihrem aktuellen Studioalbum „Ich weiß, dass ich nichts weiß“, dem ersten seit fünf Jahren, ihr persönlichstes Werk in ihrer spektakulären Karriere aufgenommen.

2015 war für die Ausnahmekünstlerin ein ganz besonderes Jahr: Der preisgekrönte Weltstar feierte ihr sagenhaftes 50-jähriges Bühnenjubiläum! Sie zählt unangefochten zu den international gefragtesten Live-Künstlerinnen, die ihre höchste Populariät und treueste Fangemeinde in Deutschland hat.

VICKY LEANDROS‘ einzigartige Karriere liest sich wie die Inhaltsangabe eines großen Erfolgslexikons: Nach ihrem großen Grand-Prix-Sieg im Jahr 1972 landete sie über 40 Top Ten-Hits in Europa, Kanada und Japan. Mit Interpretationen von Evergreens in acht Sprachen sang sie sich weltweit in die Herzen ihrer Fans. Mit mehr als Tausend eingesungenen Liedern, 500 Albumveröffentlichungen weltweit und mehr als 50 Millionen verkauften Tonträgern gehört sie zur absoluten Weltelite aller Zeiten.

VICKY LEANDROS betrachtet und genießt das Leben mit einem Augenzwinkern. Sie scheut sich nie auf der Bühne viel Gefühl zu zeigen und entwickelt wunderbare Momente, die man nie vergisst.


Biografie


Mit Tausend Liedern im Herzen •
Vicky Leandros feiert 50. Bühnenjubiläum!


Vicky Leandros hat Musikgeschichte geschrieben: Über 55 Millionen verkaufte Alben, der Sieg beim Grand Prix Eurovision mit „Après toi“ und Veröffentlichungen in mehr als 55 Ländern sind nur einige der Highlights ihrer beeindruckenden internationalen Karriere.

Seit inzwischen 50 Jahren sind Vicky Leandros’ unverwechselbare Stimme und große musikalische Bandbreite ein Garant für den erfolgreichen Spagat zwischen Chanson, Pop, Soul, Schlager und Folklore. Die Ausnahmekünstlerin begeisterte ihr Publikum immer neu: mit so wunderbaren Liedern wie „Ich liebe das Leben“, „L’amour est bleu“, „Après toi“, „Ich bin“ und „Ich hab’ die Liebe geseh’n“, mit unvergessenen Chansons wie „Ne me quitte pas“, „Wie sich die Mühlen dreh’n im Wind“ und „Free again“, mit Rocksongs wie „Fire and rain“ und griechischen Titeln wie „Nichta magikia“ von Mikis Theodorakis und natürlich mit ihrem legendären „Theo, wir fahr’n nach Lodz“.

Ihre Laufbahn als Sängerin auf der Bühne begann in einer sehr bewegten Zeit. Als Musikrichtungen sich schnell änderten und neue Stars genauso plötzlich wieder verschwanden, wie sie gekommen waren, gelang es Vicky Leandros, ihren eigenen Stil zu kreieren. Ihre unverwechselbare Stimme und ihre bis heute überzeugende, erfrischende Bühnenpräsenz lassen keinen Zweifel daran: Vicky Leandros ist eine Ikone. Ein Lied, gesungen von ihr, erkennt man beim ersten Ton.

Vicky Leandros arbeitete mit einigen der bedeutendsten Komponisten, Produzenten und Dirigenten der Welt zusammen, realisiert nach wie vor mit anderen Interpreten gemeinsame Projekte und gehört zu den beliebtesten Sängerinnen im internationalen Musikgeschäft. Sie gilt als eine der seltenen Künstlerpersönlichkeiten, die sich nicht neu erfinden müssen. Betrachtet man ihre Karriere, die in den sechziger Jahren begann, zeigt sich, dass sie sich selbst treu blieb. Das ist umso überraschender, nimmt man einerseits die Veränderungen wahr, die sie vollzogen hat im Hinblick auf das Repertoire und die Inhalte der Lieder, andererseits aber auch Veränderungen im musikalischen Umfeld, auf die sie reagierte. Nach wie vor beweist sie ein sehr gutes Gespür für die eigene Authentizität.

Ein neuer Stern am Firmament der Musik


Vicky Leandros wird 1952 als Vassiliki Papathanasiou auf der Insel Korfu geboren. 1957 ziehen ihre Eltern, Kyriaki Protopapa und Leo Leandros, nach Deutschland. Nach den ersten musikalischen Erfolgen ihres Vaters als Komponist, Sänger und Produzent, kommt auch Vicky nach Hamburg.


Ihre griechischen Wurzeln verlieren für sie nie an Bedeutung. Das spielt für Vicky Leandros bis heute eine entscheidende Rolle. Der Reichtum an Melodien aus ihrer Heimat blieb für sie stets eine Quelle der Inspiration und Verbindung zu Griechenland - zum Beispiel durch die Lieder von Theodorakis, Hadjidakis und Xarhakos. Zugleich sind diese Melodien eine Brücke zu einem weltweiten Publikum, das dieses Griechenland kennt und ins Herz geschlossen hat. Wenn Vicky Leandros singt, ist für viele das Griechenland der Kunst in seiner faszinierenden Schönheit, Universalität, Unbeschwertheit, Lebensweisheit und Ästhetik präsent. Wo auch immer man ist auf der Welt - bei einem Konzert von Vicky Leandros kommt der Augenblick, da man sich nach Griechenland versetzt fühlt, an einen Platz, an dem die Sorgen vergessen werden und wo gefeiert wird.


Die Liebe zur Musik hat sie von ihrem Vater geerbt. Das wird schon sehr früh deutlich. Als Kind verbringt sie sehr viel Zeit vor dem Radio, hört die Platten ihrer Lieblingssängerin Ella Fitzgerald und weiß genau, was sie will: „Ich wusste nur, dass ich Sängerin werden wollte. Nur das und nichts anderes!“

Vicky Leandros´ Familie hat zunächst bedenken, dass sie diese Laufbahn so früh schon einschlägt, doch sie kann ihren Vater schließlich überzeugen, sie mit ins Studio zu nehmen. „Messer, Gabel, Schere, Licht“, ihre erste Single kommt heraus, als sie dreizehn ist.

Die jugendliche Sängerin beeindruckt Publikum und Kritiker. Parallel zu ihrem ersten Fernsehauftritt in der „Aktuellen Schaubude“ des NDR wird ein Videoclip gedreht, was Vicky Leandros zu einer Pionierin dieser Zeit macht. Zahlreiche Singles folgen, für die der Vater die Musik komponiert und die er produziert. Schon bald ist Vicky Leandros ein Pop­Idol, und nachdem die Leser der „Bravo“ sie zum „Newcomer des Jahres“ gewählt haben, folgt die erste Langspielplatte mit dem Titel „Songs und Folklore“.

Wegen ihrer Interpretation des Bob­Dylan­Songs „N´y pense plus ... tout est bien“ (Don´t think twice ... it´s  allright) wird man in Luxemburg auf die Sängerin aufmerksam und schickt sie 1967 zum „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ (heute „Eurovision Song Contest“). „L´amour est bleu“ begeistert so sehr, dass das Lied auf Platz vier landet. Daraufhin wird es in fünf Sprachen aufgenommen und mit mehr als 5 Millionen verkauften Exemplaren ein Welterfolg. Auch in Amerika verliebt man sich in diese Künstlerin, und sie bekommt ihr eigenes Label: Vicky Records. Dort klettert „L´amour est bleu“ (Love is blue) auf Platz fünf in den Hitparaden.

Zusammen mit Al Martino, Esther und Abi Ofarim und Mahalia Jackson ist Vicky Leandros in der ersten Live­Farbfernseh­Show Europas zu Gast. Ebenfalls 1967 nimmt sie das Album „A Taste of Vicky“ in vier Versionen auf, das in Europa, Japan, Kanada und Amerika herauskommt - mit Liedern von so namhaften Komponisten wie Bob Marlow, den Bee Gees, Joan Baez und Manos Hadjidakis.

Die Welt steht offen


Vicky Leandros´ Fangemeinde wird sehr schnell immer größer. Es dauert nicht lange, bis ihr Interpretationsstil und ihre Bühnenperformance imitiert werden, so dass Kritiker bald von einem „Vicky Leandros Movement“ schreiben. Ihr Charisma allerdings lässt sich nicht kopieren.


Auch in Japan ist man begeistert von dieser jungen Vicky: Nach ihrem Riesenerfolg mit „L´amour est bleu“ nimmt sie 1968 ihre erste Single auf Japanisch auf. Von „Machi kutabireta nichiyobi“ (Sonntag warte ich vergebens) werden innerhalb weniger Wochen mehr als 2 Millionen Exemplare verkauft und die  Single mit dem „Prix du disque“ ausgezeichnet. „Chameni agapi“ (Verlorene Liebe, die griechische Version von „Town of Tuxley“ der Bee Gees) hat 1968 ebenfalls großen Erfolg. Es ist Vicky Leandros´ erste Schallplatte, die in Griechenland herauskommt.

Der Erfolg von „To mistiko sou“ (Something´s gotten hold of my heart) zeigt, dass sie als Pop­Sängerin überzeugt. Alben wie „I mikri mas istoria“, „Pes mou pos bories“ und „Itan mia vradia“ bekommen Gold und Platin. Jedes Vicky­Leandros­Album erscheint mit unterschiedlichen, meist 4­seitigen Coverfotos. Die enthaltenen Poster schmücken die Wände unzähliger Teenager­Zimmer.

1969 gibt Vicky Leandros gemeinsam mit der französischen Sängerin Dalida ein Konzert. Im total ausverkauften „Palais des Sports“ in Thessaloniki begeistern die beiden in weiß gekleideten Sängerinnen mit ihren Liedern 10.000 Zuschauer.

Ihr schon zu diesem Zeitpunkt breites gesangliches Spektrum, ihr Interesse an einem außergewöhnlichen und innovativen Repertoire und ihre gleichbleibende Kondition machen es möglich, dass die knapp 18jährige sich immer wieder neuen Herausforderungen stellen kann. Sie nimmt Lieder wie „Without her“ (Noch einmal) von Harry Nilsson oder das für Gesang arrangierte, weltberühmte Motiv von Tschaikowskys „Schwanensee“ in verschiedenen Sprachen auf. Im selben Jahr arbeitet sie zusammen mit Michel Legrand an der Filmmusik von „The Thomas Crown Affair“.

Für den deutschen Text von „Wie sich die Mühlen dreh´n im Wind“ gewinnt Klaus Munro den Textdichter­Preis. Die griechische Version wird unter dem Titel „I mikri mas istoria“ (Unsere kleine Geschichte) zu einem der beliebtesten und erfolgreichsten Alben von Vicky Leandros.

Das „Golden Girl“ begegnet Jacques Brel


Das „Golden Girl“ der Schallplattenfirmen ist auch beim europäischen Fernsehpublikum sehr beliebt. 1970 realisiert der Schweizer Filmregisseur Pierre Koralnik das spektakuläre Fernsehporträt „Vicky Leandros - Ich bin“. Mit dabei sind Gaststars wie Deep Purple und Julien Clerc. Diese Fernsehproduktion wird 1971 beim berühmten „Festival von Montreux“ mit der bronzenen Rose ausgezeichnet und weltweit ausgestrahlt.


Die Moody Blues sind fasziniert von Vicky Leandros´ Stimme. Ihr Vater bekommt die Genehmigung, die Lieder „Question“ und „Melancholy man“ mit seiner Tochter aufzunehmen, die sie in vier Sprachen singt. Die Kritiker würdigen und die Fans lieben ihre gefühlvolle Interpretation. Seither hat „Und der Himmel über mir“ einen besonderen Stellenwert in ihrem Repertoire und wird nicht zufällig einer ihrer großen Hits.

Als Gast in einer französischen Fernsehshow begegnet sie einem der bedeutendsten französischen Songwriter und Sänger: Jacques Brel. Markos Damasiotis zitiert Vicky Leandros in seinem Buch „Jacques Brel. Living short - living strong“: „Ich war sehr nervös, als ich vor ihm stand. Für mich war Brel der Künstler. Ich sagte zu ihm, dass ich gern einige seiner Lieder singen würde. Er sah mich nur an und sagte: ‚Das, was du auf jeden Fall singen solltest, ist „Ne me quitte pas“. Du bist eine Interpretin mit einer dramatischen Stimme.’ Ich war mir dessen gar nicht bewusst, und als Teenager verstand ich damals die Bedeutung dieser Charakterisierung nicht. Heute verstehe ich das. Es war eine große Herausforderung für mich, dieses Lied zu singen, denn Brel hatte Recht. Seine Genehmigung, dieses Lied singen zu dürfen, war eine unglaubliche Ehre für mich.“

Leo Leandros, „Après toi“ und die Folgen


Bald darauf die Sensation: Am 25. März 1972 vertritt Vicky Leandros Luxemburg zum zweiten Mal beim „Grand Prix Eurovision de la Chanson“, diesmal mit „Après toi“, geschrieben von ihrem Vater Leo Leandros (Pseudonym: Mario Panas) und Klaus Munro. Nach einem knappen Kopf­an­Kopf­Rennen mit den britischen New Seekers („Beg Steal or Borrow“) gewinnt schließlich „Après toi“! Die junge Sängerin kann es kaum fassen.


Der Song wird in sechs Sprachen aufgenommen, und weltweit werden mehr als 7,8 Millionen Singles und 4 Millionen Alben verkauft. Vicky Leandros bricht damit alle Rekorde und ist nach Angaben der American Billboard in diesem Jahr die Künstlerin mit den meistverkauften Tonträgern weltweit.

„Après toi“ landet fast überall in der Welt auf Platz 1, wie z. B. in Frankreich und Großbritannien. In Deutschland erinnert man sich noch heute an das von Vicky Leandros so emphatisch und kraftvoll gesungene „Dann kamst du“, das damals wohl fast jeder kennt.

Die Lieder, die Leo Leandros für seine Tochter schreibt, werden ausnahmslos Erfolge. Sie begeistern nicht nur das europäische Publikum, sondern auch zahlreiche Fans in Südafrika, Indonesien, Korea, Indien, Australien, im Iran und in Saudi­Arabien. Vicky Leandros ist Star­Gast in den berühmten Shows von Carpentiers oder Guy Lux und tritt neben Größen wie Mortimer Shuman, Serge Lama, Hildegard Knef, Elton John oder Kirite Kanawa auf.

Im selben Jahr, in dem „Après toi“ den Grand Prix gewinnt, tanzt man in Griechenland außerdem überall zum Rhythmus von Vicky Leandros´ „Hey, Joe McKenzie“, und sie nimmt das Mikis­Theodorakis-Lied „Kaimos“ in vier Sprachen auf. Allein in Deutschland werden mehr als 1,5 Millionen Singles von „Ich hab´ die Liebe geseh´n“ verkauft, in Holland und in Österreich bleibt das Lied mehrere Wochen in den obersten Rängen der Charts. Die englische Version wird in Südafrika und Irland zum Superhit, genauso wie die französische Version in Frankreich und Kanada. Weil die Nachfrage in Japan sehr groß ist, folgt schließlich auch eine japanische Version.

In den beiden international erfolgreichen Künstlern Leo und Vicky Leandros sieht man inzwischen  „Botschafter“ des griechischen kulturellen Lebens. Leo Leandros´ musikalische Produktivität ist enorm hoch. Er komponiert, schreibt und produziert nicht nur für seine Tochter, sondern auch für Demis  Roussos (Goodbye my love goodbye), Julio Iglesias und Nana Mouskouri.

USA ... und die Rückkehr nach Europa


Vicky Leandros zählt zur Spitze des internationalen Showgeschäfts. Gleich nach ihrer ersten großen Europatournee, die in der Musikhalle in Hamburg startet, reist sie für mehrere Konzerte nach Südafrika, Japan und Kanada. Ihre Alben werden weltweit mit Gold, Platin und sogar mit Diamant ausgezeichnet. Sie steht auf den größten und wichtigsten Bühnen der Welt, in ausverkauften Hallen wie dem Pariser „Olympia“, der „Yubin Chokin Hall“ in Tokyo, der „Royal Albert Hall“ in London oder im Stadion von Thessaloniki vor 60.000 begeisterten Fans.


Nachdem François Reichenbach ein Fernsehporträt mit Vicky Leandros realisiert, geht sie Anfang 1974 für ihr neues Album „Mein Lied für Dich“ ins Studio. „Theo, wir fahr´n nach Lodz“, ein in seiner Heiterkeit für Vicky Leandros eigentlich ungewöhnlicher Song, wird für viele der Favorit. Das deutsche Publikum liebt „Theo, wir fahr´n nach Lodz“. Das Lied verbreitet eine grandiose Aufbruchstimmung, landet auf Platz 1 der Single­Charts und hält sich mehrere Wochen in den Top 10!

1975 ist für Vicky Leandros ein entscheidendes Jahr. Sie zieht nach Paris, und in Amerika ist man an einer Produktion mit ihr interessiert. Der berühmte Produzent Brad Shapiro (u. a. von James Brown, Marvin Gaye, Diana Ross und Wilson Pickett) holt die Sängerin ins legendäre Studio nach Nashville, wo sie das Album „Across the water“ aufnimmt. Der Titel hat Symbolcharakter. Für viele ist dieses Album eines der reifsten und besten in Vicky Leandros´ Karriere. Und das nicht ohne Grund: Mit einer unglaublichen Sensibilität und Intimität interpretiert sie hauptsachlich Soultitel. „You make me feel brand new“, „If I can´t be your woman”, das von Janis Ian geschriebene „The man you are in me” oder den Titelsong „Across the water” von Brad Shapiro. Von der amerikanischen Kritik erntet sie für dieses Album ausschließlich Lob. Für die junge Sängerin selbst hat es bis heute eine besondere Bedeutung, denn Amerika bleibt ihr zu diesem Zeitpunkt kulturell noch fremd, und auch der sagenhafte Erfolg dieser Lieder, der sie in Amerika zum großen Star macht und den Beginn einer Karriere markiert, ändert daran nichts. Zur selben Zeit kommt in Europa ihr Album „Ich liebe das Leben“ in mehreren Sprachen heraus.

Nach einem weiteren europäischen Erfolg mit dem Titel „Tango d´Amor“, bietet ihr die amerikanische Plattenfirma CBS einen der bestbezahltesten Verträge der Musikgeschichte an. Vicky Leandros unterschreibt und nimmt zusammen mit dem Produzenten Kim Fowley (u. a. Helen Reddy, Joan Jett & The Run Aways und Frank Zappa) ihr nächstes Album für den amerikanischen Markt auf. Es ist ein neuer Versuch der Sängerin, Amerika innerlich annehmen zu können. Doch obwohl das Album positive Kritiken erhält und in den Charts nach oben klettert, fühlt sie sich „gefangen“ und „zu weit entfernt von meinen Wurzeln, meinen Freunden und meiner Familie.“ Während sie im Flughafen darauf wartet, dass die Maschine nach New York aufgerufen wird, entscheidet Vicky Leandros, nicht nach New York, sondern zurück nach Hause, nach Europa zu fliegen.

Inzwischen wird ihr deutsches Album „V. L.“ (genauso wie die griechische und französische Version der LP) eines der meistverkauften des Jahres. Ihre Fernsehshows „Vicky im Wunderland“ (Deutschland) und „V. L. - I foni akroasi tis evropis“ (Griechenland) begeistern Millionen Zuschauer in ganz Europa.

Nach ihrem USA­Aufenthalt nimmt sie „Oh mi mama“, ihr erstes spanisches Album auf. Die Single mit dem gleichlautenden Titel sowie der Nachfolgesong „Tu me has hecho sentier“ sind Vicky Leandros´ musikalische Visitenkarte für Spanien und Südamerika.

1981, anlässlich des „Jahres der Behinderten“, entsteht in London für die Vereinten Nationen das Benefizalbum „Love is alive“. Darauf singt Vicky Leandros Duette mit Demis Roussos, Johnny Halliday und auch mit dem US­Superstar David Soul. Pieter van Vollenhoven, der holländische Prinz, schreibt für Vicky Leandros das Lied „Caught by a lying smile“ und begleitet sie auf dem Klavier.

Nach ihren großen Erfolgen in Deutschland mit „Verlorenes Paradies“ und in Holland mit „Verloren zijn we niet“ erscheint 1983 das Album „Vicky“, wofür Vangelis „Adler und Taube“ (La colombe et l´aigle) komponiert. Das Album erscheint in mehreren Sprachen, sodass „Grüße an Sarah“ in Deutschland und „Ver van het leven“ (Jenseits von Eden) in Holland zeitgleich in den Hitparaden sind. Auch in Frankreich und in Kanada wird die französische Version „A l´est d´Eden“ zum Spitzenreiter. Vicky Leandros tritt in zahlreichen Fernsehshows auf und gibt gefeierte Konzerte. Die französische Version des Karat / Peter-Maffay­Hits „Über sieben Brücken musst du geh´n“ ist ebenfalls ein Erfolg.

Anschließend realisiert die Sängerin mit ihrem Vater und dem holländischen Produzenten Tommy Peeters im Studio ein neues künstlerisches Projekt: Es entsteht das Album „Eine Nacht in Griechenland“. Die Resonanz darauf ist beachtlich. In Holland bekommt die Platte Gold.

Kinder, Innehalten und Comeback

Was für viele überraschend und ungewöhnlich sein mag, ist für Vicky Leandros ein beinah selbstverständlicher und konsequenter Schritt: Der so genannte „Rückzug“ ins Privatleben. Schon immer ist sie nicht nur für ihre Karriere da, sondern sie sieht sich zugleich als ausgeprägter „Familienmensch“. Die für sie spannende Phase des Zusammenseins mit ihren heranwachsenden Kindern hält sie für eine unverzichtbare, durch nichts zu ersetzende Erfahrung in ihrem Leben. Vicky Leandros konzentriert sich mehrere Jahre vor allem darauf und bereut es nie. In dieser Zeit tritt sie bei wenigen Konzerten auf und beschränkt die Anzahl der Einzelprojekte, in denen sie sich als Künstlerin weiter verwirklicht. Zu dem von einigen befürchteten Bruch in der Karriere kommt es nicht. Im Bewusstsein ihres Publikums, ihrer Fans bleibt sie präsent.

Das in den 90er Jahren in Griechenland veröffentlichte Album „Piretos tou erota“ (Liebesfieber) erreicht Doppel­Platin­Status, und Vicky Leandros wird von den Lesern eines der namhaftesten Magazine Griechenlands in die Top 5 der beliebtesten Sängerinnen gewählt.

Die Alben „Lieben und Leben“ und „Gefühle“ finden die deutliche Anerkennung der Kritiker in Deutschland: „So ein eindrucksvolles Comeback konnte nur einer Vicky Leandros gelingen.“ In Griechenland wird im Hinblick auf das von Leo Leandros produzierte und von Giorgos Pavrianos getextete Album „Andres“ (Männer) nicht nur über die Songs, sondern auch über das sinnliche Cover diskutiert.

Mit der deutschen Version des Titanic­Welthits „Weil mein Herz dich nie mehr vergisst“ (My heart will go on) hat Vicky Leandros 1998 einen sensationellen Erfolg, und die Single bekommt Gold.

Im Jahr 2000 werden in Europa zwei CDs veröffentlicht: Die eine in Deutschland mit dem bezeichnenden Titel „jetzt!“ und die andere unter dem Titel „now!“ außerhalb Deutschlands. Dass Vicky Leandros nicht nur einen Teil der Lieder selbst produziert und zu diesen auch die Texte und die Musik selbst schreibt, ist etwas Neues in ihrer musikalischen Laufbahn.

Das mit Chris de Burgh gesungene Duett „Separate tables“ avanciert in vielen Ländern zum Radio­Hit und kann sich in den Charts erfolgreich behaupten.

Immer wieder Theodorakis und Griechenland


Nach umjubelten Konzerten in Griechenland, Zypern und London geht Vicky Leandros 2003 mit Mikis Theodorakis ins Studio, um mit dem Kamerata Orchester das Album „Vicky Leandros singt Mikis Theodorakis“ (griechische Fassung: „Tragouthi alliotiko“) aufzunehmen. Die Kritiken sind sehr positiv, und zudem findet dieses Album das Interesse etlicher neuer Fans. Gleichzeitig wird in Griechenland das TV­Special „Meine griechische Heimat“ produziert und europaweit auf DVD veröffentlicht.


Im Oktober 2003 gibt Vicky Leandros in Griechenland ein ganz besonderes Konzert. Auf der Bühne des ehrwürdigen Odeon Herodes Atticus am Fuße der Akropolis wird sie von einem 300­Personen­Chor und dem Philharmonischen Orchester begleitet. Die TV­Aufzeichnung wurde zu Weihnachten am 24.12. im griechischen Fernsehen ausgestrahlt.

2004 werden in Griechenland die olympischen Spiele ausgetragen. Für Deutschland (ARD) sowie für das griechische Fernsehen moderiert Vicky Leandros die „Olympia­Gala“. Bei der Eröffnung der Paralympics in Athen singt Vicky Leandros die griechische Nationalhymne. Für sie eine ganz besondere Ehre.

2006 steht sie ebenfalls auf der großen Bühne: ihre ausverkaufte Jubiläumstournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz mit 20 Zusatzkonzerten und zahlreichen TV­Übertragungen wird von allen bedeutenden deutschsprachigen Musikkritikern und vor allem von zahllosen Fans gefeiert.

Am 10. Dezember hinterlässt sie ihren Handabdruck im Zement des „Walk of fame Boulevard“ in Rotterdam (Holland). Und die deutsche Musikindustrie zeichnet sie aus als „Sängerin mit den meisten Erfolgen in Deutschland innerhalb der letzten 40 Jahre“.

Im Himmel mit Xavier Naidoo


Im März 2009 erscheint ihr Album „Möge der Himmel“. Für diese Produktion arbeitet Vicky Leandros mit dem Songwriter, Sänger und Produzenten Xavier Naidoo und mit Michael Herberger zusammen. Es entsteht eines der interessantesten Alben ihrer Karriere. „Möge der Himmel“ kommt sofort auf Platz 26 in den Media Control Charts und wird ein großer Verkaufserfolg. Vicky Leandros: „Die Arbeit mit Xavier und Michael war ein wichtiges Projekt für mich. Ein intensiver Dialog mit der nächsten Songschreiber-Generation, der mir im Hinblick auf Arrangements und Kompositionen neue Wege eröffnet hat. Xavier sagte mir während der Aufnahmen im Studio, dass er nicht nach der perfekt gesungenen Aufnahme sucht, sondern nach der Aufnahme, bei der die Emotionen am besten zum Tragen kommen. Worte, die mir sehr vertraut sind, denn auch für meinen Vater war das bei der Arbeit im Studio immer wieder das entscheidende.“


Im April 2009 wird Vicky Leandros von Universal Deutschland mit einem Platin-Award für weltweit mehr als 50 Millionen verkaufte Tonträger ausgezeichnet.

In Griechenland erscheint 2009 die erste offizielle Anthologie mit Liedern von Vicky Leandros und der offiziell von ihr genehmigten Biographie, geschrieben von Panagiotis Fitras. Hier sind sowohl ihre größten Erfolge als auch sehr seltene und weniger bekannte Songs zu hören, die Vicky Leandros gemeinsam mit Universal ausgewählt hat, Songs, nach denen leidenschaftliche Sammler bisher oft vergeblich suchten.

2010 erscheint das neue Album „Zeitlos“. Neben selbst geschriebenen Liedern interpretiert Vicky Leandros auf „Zeitlos“ viele französische Welterfolge und international bekannte Songs in deutscher Sprache. Mit Ben Becker singt sie „Gerede, Gerede“ im Duett.

Als Gast kommt Alain Delon nach Deutschland, der in den 70er Jahren das Lied mit Dalida sang. Er tritt zusammen mit Vicky Leandros in der TV­Show „Willkommen bei Carmen Nebel“ auf.

Im April und Mai 2013 begeistert sie ihre Fans während der großen „Ich liebe das Leben“­Tournee, die sie, begleitet vom „Capital Dance Orchestra“, durch Deutschland, Belgien, Österreich, die Schweiz und die Niederlande führt.

50 Jahre on Stage ... und kein Ende


Und dann wieder eine Überraschung: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“, so lautet der Titel des Studio­Albums, das Vicky Leandros im Oktober 2015 veröffentlicht. Sie bezieht sich damit auf das berühmte Sokrates­Zitat. Das Album ist für ihre Fans abermals etwas bisher einmaliges, denn sie nehmen es wahr als das persönlichste, das sie in ihrer Laufbahn herausgebracht hat. Nie zuvor hat sie für ein Album so viele Lieder selbst komponiert und so viele Texte selbst geschrieben. Einem Großteil ihrer Lebenserfahrung verleiht Vicky Leandros hier Ausdruck. Selbst hat sie viel erlebt, sich aber auch der Schicksale anderer angenommen. Vicky Leandros ist authentisch. Und obwohl sie befindet: „Ich weiß, dass ich nichts weiß. / Schon die Erkenntnis hat ihren Preis“, macht das für viele umso deutlicher: Vicky Leandros weiß, wovon sie spricht.


Am 14. Dezember 2015 wird ihr eine besondere Ehre zuteil: Der Bundespräsident zeichnet sie für ihr langjähriges und leidenschaftliches soziales Engagement mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus. Der schleswig­holsteinische Ministerpräsident Torsten Albig sagt in seiner Laudatio: „Vicky Leandros engagiert sich seit Jahren nachhaltig für die Jüngsten unserer Gesellschaft und insbesondere für Kinder in Not. Die international ausgezeichnete Künstlerin nutzt ihre große Popularität, um bei Benefizkonzerten Spendengelder zu sammeln und zahlreiche karitative Einrichtungen zu unterstützen. Vicky Leandros ist Botschafterin der José­Carreras­Stiftung und hat sich für unfallgeschädigte Kinder und für die Drogenprävention bei der Mentor­Stiftung eingesetzt. Sie ist Botschafterin der griechisch­orthodoxen Kirche für die Kinder Afrikas und seit 1992 immer wieder für Unicef ehrenamtlich im Einsatz. Sie ist außerdem seit vielen Jahren für die Stiftung „Ein Herz für Kinder“ tätig, für die sie jedes Jahr karitative Weihnachtskonzerte gibt.“

2016. Auf ihrer seit Jahrzehnten erfolgreichen musikalischen Weltreise nimmt Vicky Leandros ihr Publikum jetzt mit zu einem neuen Höhepunkt: Sie und ihre Fans feiern das 50. Bühnenjubiläum! Dabei zahlreiche Erfolgssongs wieder zu erleben - das wird sowohl für die Besucher der Konzerte als auch für die Sängerin selbst an jedem dieser Abende ein Geschenk sein und darüber hinaus nicht nur Erinnerungen an Sternstunden aus fünf Jahrzehnten mit Vicky Leandros wecken, sondern diese Konzerterlebnisse selbst sind ganz aktuelle großartige Sternstunden.

Copyrights © Panagiotis Fitras, Markos Damasiotis, Vicky Leandros


Auszeichnungen

Die Erfolgs-Bilanz der Künstlerin, die als eine der ganz wenigen nicht-englischsprachigen Stars auch in der renommierten Guinness Encyclopedia of Popular Music mit einem eigenen Kapitel vertreten ist, ist so reich an Höhepunkten, dass sie ein Buch füllen würde.

Eine Erfolgsbilanz, wie sie nur wenige andere internationale Superstars vorweisen können!

Hier einige Reflektionen:

• weltweit über 55 Millionen verkaufte Tonträger
• weltweit über 500 Longplay Veröffentlichungen
• Siegerin beim Eurovision Song Contest
• unzählige Gold- und Platinauszeichnungen


1
966
Auszeichnung als "Beste Newcomer" von den Leser der BRAVO

1967

Platz 4 beim Grand Prix Eurovision de la Chanson mit "L´amour est bleu"

1968
"Goldene Europa"

1969
- 1. Goldene Schallplatte für mehr als 1 Million verkaufter Tonträger in Europa
- Japanische Auszeichnung "The golden Song Statue"

1971
- Bronzene Rose von Montreux für die TV-Show "Ich bin"
- Bronzener Löwe von Radio Luxemburg

1972
- "Prix du Disque" in Japan und "Goldene Lorbeere" in Deutschland
- Sieg beim Grand Prix Eurovision de la Chanson mit "Après toi"
- Best Selling Artist weltweit
- Fluggesellschaft in Luxemburg taufte ein Flugzeug "Vicky"
- Ausgezeichnet mit dem "Goldenen Sendeturm"

1973
- "Goldene Europa" als international erfolgreichste Sängerin
- Auszeichnung "Goldene Label"
- Vicky erhält die 3. "Goldene Europa"

1989
"Piretos tou erota" ist das meistverkaufteste Album in Griechenland

2001
- Goldene Stimmgabel als beste Künstlerin in der Kategorie "Deutsch Pop"
- Internationaler Schlagerpreis in der Kategorie "Beste Künstlerin International"

2003
- Xenios-Zeus-Preis - Botschafterin der griechischen Kultur im Ausland
- St. Marco Orden 1. Klasse, Botschafterin der orthodoxen Kirche Alexandrias und Afrikas

2004
Vicky Leandros singt die griechische Nationalhymne zur Eröffnung der Paralympics

2005
"Woman of the year" in Griechenland

2006
"Walk of Fame" in Rotterdam ehrt Vicky Leandros

2008
"Saumagen Orden" für soziale und musikalische Arbeit

2009
Platin Award für weltweit über 50 Millionen verkaufte Tonträger

2011
"Commandeur de l'Ordre de Mérite du Grand-Duché de Luxembourg"

2012
"Goldene Erbse" für ihr karitatives und soziales Engagement

2015
Bundesverdienstkreuz



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